So machst du dein Töffli winterfest
Eine schöne Mofasaison liegt hinter dir: du hast die tägliche Feierabendrunde genossen, auf zahlreichen Wochenendausfahrten Spass gehabt und vielleicht eine längere Tour in den Ferien unternommen. Bleibt dein Töffli nach Saisonende über den Winter stehen, solltest du es vor der Pause richtig einwintern. Wie du Töffli-Vergaser, Tank, Zylinder und Pneus für die Standzeit vorbereitest, was du alles für dein Töffli im Winter brauchst und worauf du beim Abstellen achten solltest, erfährst du hier Schritt für Schritt. Jetzt no richtig iiwintere – und im Frühlig wieder losdüse.
So bereitest du dein Töffli auf die Standzeit im Winter vor
Plane fürs Einwintern am besten ein Wochenende ein, an dem du deine letzte Ausfahrt direkt mit den anschliessenden Arbeiten verbindest. Fährst du dagegen auch während der kalten Monate weiter, brauchst du dein Mofa nicht einzuwintern. Worauf du dann bei Kälte, Nässe und winterlichen Strassen achten solltest, liest du im Ratgeber „Im Winter mit dem Mofa unterwegs?“.
Bevor du deine Perle einwinterst, sollte klar sein, wo sie die nächsten Monate steht. Eine trockene Garage ist unkompliziert, aber auch ein Schuppen oder ein gedeckter Unterstand kann passen. Steht dein Töffli draussen im Hinterhof, musst du es natürlich zusätzlich vor Regen, Schnee und Feuchtigkeit schützen. Welcher Abstellplatz passt um dein Hobel richtig einzuwintern, stellen wir dir im folgenden Absatz vor.
Welcher Abstellplatz eignet sich zum Überwintern?
Wenn du wählen kannst, stellst du dein Hobel trocken, geschützt vor direktem Regen und Schnee und mit etwas Luftzirkulation ab. Eine unbeheizte Garage eignet sich dafür ebenso wie ein trockener Schuppen. Entscheidend ist nicht die Temperatur, sondern dass dein Mofa während der Standzeit möglichst trocken bleibt und Feuchtigkeit wieder abtrocknen kann.
Ein gedeckter Unterstand kann ebenfalls funktionieren, wenn Regen und Schnee nicht seitlich an dein Töffli gelangen. Steht dein Mofa in einem offenen Unterstand, im Hinterhof oder ganz im Freien, brauchst du zusätzlich eine geeignete Abdeckplane. Sie hält Niederschlag von deinem Töffli fern, sollte Feuchtigkeit darunter aber nicht dauerhaft einschliessen. Die Abdeckplane sollte deshalb atmungsaktiv sein oder über Lüftungsöffnungen verfügen, damit Feuchtigkeit darunter wieder entweichen kann. Auch der Boden spielt eine Rolle. Auf dauerhaft feuchtem Erdreich oder Rasen steht dein Hödi ungünstiger als auf trockenem Beton, Asphalt oder einer anderen festen Fläche, weil dort mehr Feuchtigkeit von unten an deine Perle gelangt. Ist der Platz gewählt, kannst du nach der letzten Ausfahrt mit dem Einwintern beginnen.

Nach der letzten Ausfahrt: Vergaser fürs Einwintern leerfahren
Nach deiner letzten Ausfahrt schliesst du den Benzinhahn und lässt dein Töffli weiterlaufen. Der Motor verbraucht jetzt den Kraftstoff, der noch im Vergaser steckt. Sobald die Drehzahl abfällt und der Motor von selbst ausgeht, kann über den geschlossenen Benzinhahn kein neuer Kraftstoff mehr nachfliessen und der Vergaser ist weitgehend entleert. Danach lässt du dein Hobel abkühlen. Erst dann geht es ans Waschen.
Jetzt kommt der Schmutz der Saison runter
Ist dein Töffli abgekühlt, wäschst du den Schmutz der letzten Fahrten gründlich ab. Entferne Strassendreck, Ölnebel und andere Rückstände an Rahmen, Felgen, Speichen und unter den Schutzblechen. Warst du zum Saisonende schon auf salznassen Strassen unterwegs, spülst du auch Salzreste sorgfältig weg. Bleiben solche Rückstände über Monate auf Metallflächen, können sie Korrosion begünstigen.
Nach dem Waschen trocknest du dein Hödi vollständig. Achte besonders auf Stellen, an denen Wasser schlecht abläuft oder sich länger hält: rund um Verschraubungen und Speichennippel, in Falzen sowie auf den Innenseiten der Schutzbleche. Was dort nach dem Waschen stehen bleibt, nimmst du mit einem Lappen auf oder bläst es vorsichtig mit Druckluft heraus.
Jetzt kannst du gleichzeitig prüfen, was die Saison an deiner Perle hinterlassen hat. Suche am Lack nach Abplatzern und tiefen Kratzern bis aufs Metall, kontrolliere Chromteile und Speichen auf erste Rostpunkte und achte auf angegriffene Schraubenköpfe oder andere blanke Stahlflächen. Kleine Rostansätze entfernst du besser, bevor du dein Mofa einwinterst. Freiliegendes Metall schützt du anschliessend mit einem dafür geeigneten Korrosionsschutz beziehungsweise besserst beschädigte Lackstellen aus. Bremsflächen und Pneus dürfen dabei nichts von Öl, Wachs oder Korrosionsschutz abbekommen. Wenn dein Töffli sauber, trocken und aussen geschützt ist, kannst du dich um den Tank kümmern.

So schützt du den Tank während der Standzeit
Bei einem Stahltank musst du vor der längeren Standzeit vor allem verhindern, dass die Innenseite rostet. Bleibt der Tank gefüllt, ist ein grosser Teil der Metallfläche vom Kraftstoff bedeckt und damit weniger feuchter Luft ausgesetzt. Soll dein Stahltank mit Kraftstoff überwintern, füllst du ihn deshalb nicht nur halb oder mit einer kleinen Restmenge, sondern möglichst weit auf.
Kann dein Hödi am gewählten Abstellplatz nicht mit Kraftstoff im Tank stehen, leerst du den Tank vor dem Einwintern. Bei einem Stahltank schützt du die freiliegende Innenseite anschliessend gegen Korrosion. Ist dort bereits Rost vorhanden, empfiehlt es sich, ihn vor dem Einwintern zu behandeln. Bei einem Kunststofftank entfällt dieses Rostproblem. Darf Kraftstoff am Abstellplatz im Tank bleiben, kannst du ihn deshalb gefüllt überwintern lassen. Hast du den Tank fürs Einwintern vorbereitet, geht es an den Brennraum. Dort kann Feuchtigkeit während der monatelangen Standzeit Korrosion an der Zylinderlaufbahn begünstigen. Das Risiko kannst du aber minimieren, indem du deine Perle richtig winterfest machst. Wie das geht, stellen wir dir im nächsten Abschnitt vor.
So schützt du den Zylinder während der Standzeit
Wenn du dein Mofa richtig einwintern willst, gehört auch der Zylinder zur Vorbereitung. Während der Fahrt sorgt das Zweitaktöl laufend für einen schützenden Schmierfilm an der Zylinderlaufbahn. Steht deine Perle mehrere Monate, kann Feuchtigkeit an den blanken Metallflächen Korrosion begünstigen. Zur Konservierung schraubst du die Zündkerze heraus und gibst geeignetes Konservierungs- oder Zweitaktöl durch die Kerzenöffnung in den Zylinder. Bei manchen Mofas bewegst du den Motor anschliessend langsam einige Umdrehungen, damit sich das Öl auf der Zylinderlaufbahn verteilt. Welcher Ablauf für deinen Motor passt, entnimmst du im Zweifel der Betriebsanleitung. Zum Schluss setzt du die Zündkerze wieder ein. Der zurückbleibende Ölfilm schützt die Zylinderlaufbahn während der langen Standzeit vor Feuchtigkeit und Rost.
Kette und Züge kommen sauber und geschmiert in die Pause
Wenn du dein Mofa richtig einwintern willst, gehören auch Kette und Züge zur Vorbereitung. An der Kette entfernst du zuerst alten Schmutz und überschüssiges Fett. Danach erkennst du besser, ob einzelne Glieder schwergängig sind, ob Rost angesetzt hat und ob die Kettenspannung noch passt. Erst wenn die Kette sauber und in Ordnung ist, trägst du frischen Kettenschmierstoff auf. So bleibt sie während der Standzeit vor Feuchtigkeit geschützt, ohne dass du neuen Schmierstoff einfach auf eine Schicht aus Schmutz und altem Fett sprühst.
Auch Gas-, Brems- und andere Bowdenzüge kannst du bei dieser Gelegenheit prüfen. Achte auf beschädigte Aussenhüllen, ausgefranste Innenzüge und darauf, ob sich der Zug leicht bewegen lässt. Bei unbeschichteten Bowdenzügen kannst du den Innenzug bei Bedarf schmieren. Hat der Zug eine PTFE-Innenführung, ist zusätzliches Öl dagegen nicht immer vorgesehen. Danach nimmst du dir die Pneus vor.
Mofa richtig einwintern: So entlastest du die Pneus über den Winter
Bevor du dein Töffli einwinterst, kontrollierst du den Zustand der Pneus. Achte auf Risse in den Flanken, spröde Stellen, Fremdkörper im Profil der Mofa-Reifen und auf andere sichtbare Schäden. Den Luftdruck bringst du auf den vorgesehenen Wert; pauschal zusätzlich Luft einzufüllen ist nicht nötig.
Steht dein Hobel lange auf derselben Stelle, lastet sein Gewicht monatelang auf denselben Aufstandsflächen. Wenn du dein Mofa richtig einwintern willst, entlastest du die Räder deshalb nach Möglichkeit. Ein stabiler Hauptständer kann dabei helfen, je nach Bauart reicht er allein aber nicht aus, um beide Räder vollständig vom Boden zu bekommen. Entscheidend ist, dass dein Töffli dabei sicher und standsicher bleibt. Kannst du die Räder nicht entlasten, kontrollierst du während der Standzeit gelegentlich den Luftdruck und veränderst bei sehr langer Standzeit die Position deines Hödis etwas. So liegt das Gewicht nicht über Monate auf derselben Stelle des Pneus. Sind die Pneus geprüft und dein Töffli standsicher aufgestellt, fehlt zum Abstellen nur noch der passende Schutz vor Staub, Feuchtigkeit und Witterung.
So deckst du dein Töffli richtig ab
Steht dein Mofa trocken in einer Garage oder einem Schuppen, reicht meist eine Abdeckung gegen Staub und Schmutz. Wenn du dein Moped richtig einwintern willst, sollte die Plane Feuchtigkeit nicht dauerhaft darunter einschliessen. Eine atmungsaktive Abdeckplane ist deshalb besser geeignet als eine dicht anliegende Kunststoffplane, unter der sich Kondenswasser halten kann. Steht dein Töffli in einem offenen Unterstand oder draussen, muss die Abdeckplane zusätzlich Regen und Schnee abhalten. Auch hier sollte Feuchtigkeit wieder entweichen können. Eine wetterfeste, atmungsaktive Plane oder eine Ausführung mit Lüftungsöffnungen ist dafür sinnvoll.
Achte beim Überziehen darauf, dass die Plane nicht an scharfkantigen Teilen scheuert und bei Wind nicht lose flattert. Steht dein Hobel draussen, befestigst du sie so, dass sie nicht verrutscht oder abhebt.
Nach der Winterpause: So kommt deine Perle wieder auf die Strasse
Bevor du im Frühling wieder losfährst, holst du deine Perle zuerst unter der Abdeckplane hervor. Kontrolliere danach, ob sich während der Standzeit Rostspuren, Feuchtigkeit oder andere sichtbare Schäden gebildet haben. Was du beim Moped richtig einwintern konserviert oder ausser Betrieb genommen hast, machst du anschliessend wieder fahrbereit. Hast du den Tank geleert oder innen konserviert, bereitest du ihn wieder für den Betrieb vor und füllst den Kraftstoff ein. Danach öffnest du den Benzinhahn und kontrollierst Leitung, Anschlüsse und Vergaser auf Undichtigkeiten. Bleibt alles trocken, kann sich der Vergaser wieder mit Kraftstoff füllen. Anschliessend prüfst du Kette, Züge und Bremsen. Die Mofa-Kette sollte noch sauber geschmiert und korrekt gespannt sein. Gas- und Bremszüge müssen sich leicht bewegen, und die Bremsen sollten sauber ansprechen.

Bei den Pneus bringst du den Luftdruck wieder auf den vorgesehenen Wert und kontrollierst Flanken sowie Profil noch einmal auf Risse oder andere Schäden. Prüfe ausserdem die Beleuchtung.
Nach dem Moped richtig einwintern kann der erste Start etwas länger dauern, weil sich der Vergaser erst wieder mit Kraftstoff füllen muss. Hast du den Zylinder vor dem Winter mit Öl konserviert, kann dein Hobel anfangs auch etwas stärker rauchen. Lass den Motor zunächst ruhig laufen und achte auf austretenden Kraftstoff, ungewöhnliche Geräusche oder einen auffälligen Motorlauf.
Die erste Runde hältst du besser kurz. Prüfe dabei, ob dein Hödi sauber Gas annimmt, die Bremsen wie gewohnt funktionieren und sich beim Fahren nichts ungewöhnlich anfühlt. Passt alles, kann die neue Mofasaison beginnen.
Bereit für die nächste Mofasaison
Dein Mofa richtig einwintern bedeutet vor allem, es sauber, trocken und vorbereitet für die monatelange Standzeit abzustellen. Hast du Vergaser und Tank passend vorbereitet, den Zylinder geschützt, Kette und Züge gepflegt und die Pneus entlastet, verringerst du das Risiko für Rost und andere typische Standzeitschäden deutlich. Im Frühling machst du diese Vorbereitungen auf jeden Fall. Denn so übersteht deine Perle den Winterschlaf sicher ohne Probleme und die nächste Mofasaison kann beginnen.






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